Darmkrebs vorbeugen

Vorsorge rettet auch Tierleben

Mehr Vorsorge bei Darmkrebs: Dazu ruft die Felix Burda Stiftung gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke bereits zum 16. Mal auf. Jedes Jahr im März finden viele Aktionen und Veranstaltungen zur Aufklärung statt – denn Früherkennung könnte einen Großteil der Darmkrebserkrankungen verhindern. Auch bei Tieren kommt Darmkrebs immer häufiger vor. Zeit, den Fokus auf die tierische Darmkrebs-Vorsorge zu richten.

Tatsächlich werden Haustiere nicht kränker: Vielmehr ermöglichen eine bessere Pflege, ausgewogene Ernährung und umfangreiche medizinische Behandlungen ein längeres Leben. Je älter der Vierbeiner wird, umso wahrscheinlicher ist es leider auch für ihn, an einem Tumor zu erkranken. Magen-Darm-Tumore machen bis zu 10% der Tumore beim Hund aus und können am After, im Dünn-, Dick- oder Enddarm und im Magen auftreten.

Unspezifische Symptome erschweren frühe Diagnose

Tumor bedeutet nicht gleich Krebs. Es gibt gutartige und bösartige Tumore. Der Begriff Krebs wird für die bösartige Form verwendet. Entsteht ein Tumor, wirken immer mehrere Faktoren zusammen. Ein Tumor kann durch genetische Neigungen, aber auch äußere Faktoren wie Giftstoffe im Futter und krebsauslösende Viren entstehen. Voraussetzung für eine Therapie ist eine umfassende Diagnostik und Identifizierung des Tumors, zum Beispiel über histologische Untersuchungen, Ultraschall, Röntgen oder Endoskopie. Symptome bei Darmkrebs können sehr unspezifisch sein, daher ist eine Untersuchung auffälliger Veränderungen durch den Tierarzt wichtig. Dazu zählen unter anderem:

  • Gewichtsabnahme
  • verändertes Fressverhalten
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • veränderte Kotkonsistenz
  • Müdigkeit

Die Möglichkeiten bei der Tumortherapie reichen von der chirurgischen Entfernung des Tumors über Chemo- oder Strahlentherapie bis hin zur Behandlung der Symptome. Dabei ist vor allem eins wichtig: Es geht nicht nur um lebensverlängernde Maßnahmen, sondern auch darum, ob das Tier vor, während und nach der Therapie noch genügend Lebensqualität besitzt. Eine Behandlung gewährleistet daher im Idealfall auch immer, die Lebensqualität des tierischen Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen.

Vorsorge-Check für Zuhause

Eine Krebsvorsorge, wie wir sie für Menschen kennen, ist bei Tieren nur bedingt möglich. Besteht der Verdacht auf einen Tumor, kann der Tierarzt schon früh durch die Untersuchung einer Gewebeprobe die Tumorart bestimmen. Um als Besitzer für sein Haustier vorzusorgen, ist eine regelmäßige Beobachtung empfehlenswert, dazu zählt:

  • Kot und Urin kontrollieren
  • Gewicht wiegen
  • Verdauung beachten
  • Körper abtasten, z.B. Ohren, Nase, Maul, Bauch, Afterregion; dabei auf vermehrten Umfang, Geschwüre, Knoten, Ausfluss oder Entzündungen achten
  • Allgemeinbefinden prüfen, also Bewegungsverhalten, Kondition, Fress- und Trinkgewohnheiten
  • Auf Atmung und Atemfrequenz achten