Nicht alles, was blüht, ist gesund

Frühlings- und Sommerpflanzen im Blick

Endlich ist draußen alles grün: Bäume und Blumen blühen in ihren schönsten Farben. Aber nicht alles, was blüht, ist auch gesund: Viele Pflanzen können für unsere Vierbeiner giftig sein. Die folgenden Pflanzen sind möglichst außer Reichweite der Tiere zu halten:

  • Goldregen ist sehr schön anzusehen, allerdings auch sehr giftig. Verzehrt kann er zum Atemstillstand führen. Zum Glück erbrechen es die meisten Tiere sofort, so dass es nicht zur Aufnahme des Gifts kommt.
  • Bereits fünf Gramm Fingerhut können für einen Hund mit durchschnittlichem Gewicht tödlich sein. 
  • Die Giftstoffe der Eibe wirken sich vor allem auf das Herz des Vierbeiners aus und können einen Herzstillstand verursachen.
  • Osterglocken und Maiglöckchen können Krämpfe oder Herzrhythmusstörungen auslösen.
  • Die Inhaltsstoffe der Tulpe können zu Reizungen der Schleimhäute führen.
  • Blüten, Blätter und Knollen von Hyazinthen sind giftig und können Beschwerden bei Hunden und Katzen verursachen.
  • Orchideen sollten vor allem in Haushalten mit Katzen von der Fensterbank verschwinden – sie sind hochgiftig.
  • Die Blätter und Blüten des Rhododendrons führen zu Erbrechen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden sowie Koliken.
  • Alpenveilchen haben eine extrem giftige Knolle, die unseren tierischen Mitbewohnern zum Verhängnis werden kann. Der Verzehr kann zu Erbrechen, Durchfall, Koliken und Krämpfen führen, in schweren Fällen sogar zum Tod.
  • Es gibt noch zahlreiche weitere Giftpflanzen, die für unsere Vierbeiner gefährlich werden können, z.B. Herzblatt, Efeu, Buchsbäume, Rittersporn, Flamingoblume, alle Ficus-Arten oder Oleander.

Natürlich können Tierhalter ihre Vierbeiner nicht von allen giftigen Pflanzen in der Natur fernhalten. Aber auf all diese Pflanzen sollte in einem Haushalt und Garten mit Tieren möglichst ganz verzichtet werden. Bei Fragen kann zum Beispiel der Tierarzt weiterhelfen. Hilfreiche Tipps finden sich auch in Büchern oder im Internet.


Wichtig zu wissen:

Die meisten Vergiftungen haben keine typischen Symptome. Bei fast allen tritt Erbrechen auf. Je nach Art der Vergiftung können Symptome wie Durchfall, Atembeschwerden, Krämpfe, Herz-Kreislauf-Probleme, Speicheln, Fieber, Erregungs- oder auch gedämpfte Zustände hinzukommen. Die Symptome können sofort oder erst nach ein paar Tagen auftreten.

Daher sollte bei einem Verdacht auf eine Vergiftung sofort der Tierarzt oder die Tierklinik aufgesucht werden.