Was fehlt meinem Hund?

Die drei häufigsten Krankheiten

Bei unseren Vierbeinern verhält es sich ähnlich wie bei uns: Manche werden so gut wie nie krank, andere sind anfälliger für eine Vielzahl an Gebrechen. Eine gute Ernährung, genügend Auslauf und regelmäßige Vorsorge beim Arzt sind das A und O für ein gesundes (Hunde-)Leben. Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. hat die am häufigsten diagnostizierten Krankheiten bei Hunden ermittelt - hier die Top drei:

  • Magen- und Darmerkrankungen

    Magen- und Darmerkrankungen stehen ganz oben auf der Liste der häufigsten Erkrankungen. In den Leitsymptomen - Durchfall und Erbrechen - unterscheiden sie sich kaum. Die Liste möglicher Ursachen ist lang und bedarf häufig einer tierärztlichen Abstimmung: Von einer leichten Magenverstimmung, ausgelöst durch verdorbenes Fressen, bis hin zur schweren Infektion. Basiert der Durchfall auf Nahrungsmittelallergien, lässt sich das beispielsweise durch eine Futterumstellung in den Griff bekommen. Mit einer Magenspiegelung kann der Tierarzt herausfinden, ob der Hund an einer einfachen Gastritis oder vielleicht sogar an einem Magengeschwür leidet. Sehr oft sind Parasiten die Übeltäter der Magen- und Darmerkrankung.

  • Hauterkrankungen und Allergien

    An zweiter Stelle der am häufigsten diagnostizierten Krankheitsbilder stehen Hauterkrankungen. Die Haut ist ein komplexes Organ, das empfindlich auf äußere Angriffe aller Art reagiert. Sie ist aber auch Alarmmelder für Krankheiten, die sich im Inneren des Körpers abspielen. Am häufigsten lösen Allergien Hautveränderungen aus, allen voran die Flohspeichelallergie. Es gibt viele Hunde, die allergisch auf Umweltstoffe wie Blütenstaub oder Pollen reagieren. Auch Futtermittel können allergische Hautreaktionen auslösen. Hautveränderungen sind auch Indikatoren für hormonelle Erkrankungen. Vermehrte Schuppenbildung und die Neigung zu Hautinfektionen beispielsweise sind typische Symptome bei einer Unterfunktion der Schilddrüse.

  • Krankheiten durch Parasiten

    Nicht selten quälen Hunde Parasiten aller Art. Es gibt Ekto- und Endoparasiten - äußere und innere Parasiten. Zu den häufigsten äußeren Plagegeistern zählen Zecken, Flöhe und Milben. Die wiederum verursachen oft auch Haut- oder andere Erkrankungen. Eine regelmäßige Parasitenprophylaxe hilft also, schwerwiegende Erkrankungen vom Hund fernzuhalten. Endoparasiten besiedeln in erster Linie den Darm des Tieres. Am häufigsten sind Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer. Einige Endoparasiten werden durch Ektoparasiten übertragen. Flöhe etwa übertragen Bandwürmer, die Flohprophylaxe ist daher eine sehr wichtige Vorbeugemaßnahme. Andererseits können Endoparasiten andere Organe des Hundes in Mitleidenschaft ziehen, wie etwa der gefährliche Herzwurm. Auch parasitäre Einzeller, wie Giardien oder Kokzidien, bedrohen die Darmgesundheit von Hund und Katze und können Infektionen hervorrufen. Am häufigsten kommen sogenannte Giardien vor, die insbesondere bei Jungtieren zu heftigen Durchfallerkrankungen führen können.

Die komplexen Zusammenhänge machen deutlich, wie wichtig auch bei unseren Vierbeinern eine Rundum-Vorsorge ist.

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.