Hautgesundheit

Vielseitiges Organ Haut

Die Haut des Menschen ist mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche eines unserer größten Organe, obwohl sie nur zwischen 1,5 und 4 mm dick ist. Sie bedeckt die komplette Oberfläche des Körpers und grenzt so das Innere des Menschen von seiner Umgebung ab.

Ihre Aufgaben sind vielfältig, wobei sie eine mechanische und physiologische Barriere gegenüber Umwelteinflüssen darstellt und als Grenzorgan zahlreiche Schutzfunktionen erfüllt. Sie schützt beispielsweise

  • vor Austrocknung,
  • vor UV-Strahlung,
  • vor chemischen Stoffen und Umweltgiften
  • vor (krankmachenden) Mikroorganismen.

Zusätzlich ist die Haut für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts - der Homöostase - und für die Temperaturregelung - die Thermoregulation - zuständig. Sie speichert Wasser, bestimmte Fette und Nährstoffe, fungiert in geringerem Ausmaß als Ausscheidungsorgan für Stoffwechsel-Abbauprodukte, produziert Vitamin D und dient auch der Kommunikation zum Beispiel, wenn wir rot werden, und Repräsentation – wie über Körperbräune oder -bemalung.

Darüber hinaus nimmt der Mensch über die Haut auch Kontakt mit der Umwelt auf. Dazu sitzen in ihr verschiedene Sinneszellen und Nerven, die Berührung, Druck, Kälte, Wärme und Schmerz wahrnehmen.

Die Haut als schützende Hülle

Die Hautbarriere besteht aus drei Schichten – von außen nach innen finden wir die:

  • Oberhaut (Epidermis)
  • Lederhaut (Dermis)
  • Unterhaut (Subcutis)

Die mehrschichtige Oberhaut bildet ein verhornendes Plattenepithel, das die eigentliche Grenzfläche nach außen darstellt. Die äußeren Zellschichten verhornen, sterben und schilfern ab. Von innen wachsen neue Zellen nach – die Haut regeneriert sich.

Besitzt die gesunde Haut genügend Fette, kann sie ausreichend Wasser speichern. Sie ist dann gut gepolstert, elastisch und glatt und bildet eine gut funktionierende Barriere nach außen.

Fehlen der Haut die wichtigen Hautfette, verdunstet mehr Wasser. Sie wird trocken, schuppig und rau. Bei spröder und rissiger Haut funktioniert die Barrierewirkung nicht mehr: Bakterien und Viren, aber auch andere Stoffe aus der Umwelt können eindringen und Entzündungen auslösen.

Hier kann unsere kosmetische Spezialpflege für die Haut helfen! Symbio® DERMAL pflegt besonders trockene Haut und hilft ihr, sich zu regenerieren. Alles mit der Hilfe unserer bewährten Bakterienstämme und pflegender Inhaltsstoffe.

Funktion der Talgdrüsen

Über den Körper ungleichmäßig verteilt sitzen Talgdrüsen in der Lederhaut - die meisten eng benachbart zu Haaren. Sie produzieren Talg für den natürlichen Fettfilm, der für eine gesunde und geschmeidige Haut notwendig ist. Das Sekret enthält auch Fettsäuren, die zusammen mit dem sauren Schweiß das saure Milieu der Haut - den Säureschutzmantel - bilden.

Produzieren die Drüsen übermäßig viel Talg, ist die Haut sehr fettig. Das kann zum Beispiel durch die Hormonumstellung während der Pubertät oder durch eine fettreiche Ernährung geschehen. Verstopfen die Talgdrüsen, entstehen Mitesser und Akne.

Was tun bei trockener Haut?

Genetische Veranlagung wie bei Neurodermitis, Stoffwechselstörungen oder Alterungsprozesse sorgen für eine verminderte Talgproduktion. Aber auch häufiges Waschen, Kontakt zu Chemikalien oder bestimmte Pflanzen und übermäßiges Einwirken von UV-Licht stören die Versorgung der Haut und ihre Regenerationsfähigkeit. Die Haut verliert ihre wichtigen Hautfette und kann nicht mehr genügend Wasser speichern. Sie wird trocken, schuppig und rau. In der Folge kann sie sich entzünden und es kommt zu nässenden Hautveränderungen wie bei Neurodermitis. In beiden Fällen – trocken und schuppig oder nässend – kann ein starker, lang anhaltender Juckreiz auftreten.

Die Haut als Lebensraum für Bakterien

Genau wie die Schleimhaut ist die Haut mit zahlreichen Mikroorganismen besiedelt. Bezogen auf die Zellzahlen der Mikroben belegt die Haut den vierten Platz – nach Magen-Darm-Trakt, Mundhöhle und Scheide. Sie bilden eine vielfältige Hautflora. Dabei reichen die Zellzahlen der Mikroben von 100 pro Quadratzentimeter wie auf Fingerspitzen und dem unteren Rücken bis zu einer Million (106) pro Quadratzentimeter auf Stirn und unter den Achseln. Insgesamt leben mehr Mikroben auf unserer Haut als Menschen auf der Erde.

In der Haut finden sich viele Immunzellen, die auf Umweltreize ansprechen. Die Hautflora kann immunologische Vorgänge in der Haut beeinflussen und ihre Barrierewirkung unterstützen oder schwächen. So können auf der Haut sitzende Bakterien zum Beispiel die Ausschüttung von Botenstoffen auslösen, die für Entzündungen eine wichtige Rolle spielen. Eine Entzündung ist normalerweise die Voraussetzung für eine Heilung. Entzündliche Veränderungen wie bei Neurodermitis sind allerdings krankhaft.

Mikroorganismen wie Bakterien und (Hefe-)Pilze stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Hautkrankheiten wie Akne, atopischer Dermatitis (Neurodermitis), Schuppenflechte. So begünstigt eine hohe Populationsdichte von Propionibacterium acnes die Entstehung von Akne.
Vor allem bei der Wundinfektion spielen die Besiedler der Haut eine wichtige Rolle. So lebt der gefürchtete Erreger Staphylococcus aureus als harmloser Keim auf der Haut vieler Menschen. Entsteht durch äußere Verletzung eine Wunde, kann der Keim in sie eindringen und schwere Entzündungen auslösen. Der Kommensale Staphylococcus epidermis kann die Vermehrung von S. aureus hemmen.
Die Mikroben beeinflussen ebenfalls kosmetisch relevante Hautphänomene wie unreine Haut, Schuppen oder Körpergeruch. Frischer Schweiß ist nahezu geruchslos. Er riecht erst dann unangenehm, wenn Bakterien langkettige Fettsäuren zu kurzkettigen Molekülen wie Buttersäure abbauen.