Quälender Hustenreiz - akute und chronische Bronchitis

Ursachen der chronischen Bronchitis

Eine Bronchitiserkrankung kann durch unterschiedliche Störfaktoren ausgelöst werden. Infektionen durch Viren und Bakterien, Schadstoffinhalationen, Nikotinabusus, anatomische Besonderheiten der Lunge und Stoffwechselstörungen sind in der Häufigkeit führend. Über die Bronchien aber auch den Blutweg können unterschiedlichste Schädlichkeiten direkt in das Lungengewebe geleitet werden und lösen vor Ort eine entzündliche Abwehrreaktion aus. 

Eine gut geschützte Schleimhaut und ein adäquat reagierendes Abwehrsystem können die eingetretene Störung und Symptome relativ schnell beseitigen und vor allem durch die Bereitstellung von spezifischen Antikörpern vor Wiederholungsinfekten schützen. Wirkt aber ein dauerhafter Reiz auf die Bronchialschleimhäute oder ist die Abwehrlage gestört, dann ist der geschwächte Mensch nicht mehr dazu in der Lage, diese Störung ohne Unterstützung auszuheilen.

Chronische Bronchitis - Behandlung mit geeigneten Bakterienpräparaten

Da die Mehrzahl der abwehrfähigen Zellsysteme in den Darmschleimhäuten angesiedelt sind (Schleimhaut assoziiertes Immunsystem) kann durch eine Behandlung des Darmes auch Einfluss auf die übrigen Schleimhäute genommen werden. Durch geeignete Bakterienpräparate werden Abwehrzellen dazu angeregt, ihre Aufgaben optimal zu erfüllen. Dabei kann das Immunsystem je nach Wahl der Medikamente und der Dosierung sowohl in seiner Funktion angeregt oder herunter reguliert werden. 

Solche, durch die Therapie geprägten Immunzellen des Darmes, sind in der Lage, den Darm zu verlassen und auf andere Schleimhäute (z.B. Bronchien) zu wandern. Deren Tochterzellen können nun vor Ort ihre Abwehrtätigkeit fortsetzen. Sie aktivieren auf den Bronchien bestimmte Zellen des Immunsystems und helfen so die Krankheitserreger direkt „Vor Ort“ zu bekämpfen. Weiterhin werden bestimmte Schutz-Immunglobuline (Antikörper) auf der Bronchialschleimhaut gebildet, die auch mithelfen die Krankheitserreger direkt zu bekämpfen.

Ohne Bakterien kein Immunsystem

Eine artgerechte, bakterielle Besiedlung des Darmes ist damit die Vorrausetzung für den Erwerb der Abwehrbereitschaft (=Immunität). Die den Menschen durchziehende so genannte Schleimhautstraße ist in allen ihren Abschnitten nahezu identisch aufgebaut. Daher macht es Sinn, die größte ihrer Fläche, nämlich den Darm, bevorzugt mit zu behandeln. 

So wird ein fehl reguliertes Immunsystem wieder entlastet (oder auch angeregt), eine chronisch entzündete Bronchialschleimhaut nachhaltig auszuheilen. Die Mikrobiologische Therapie verfolgt in ihrem Ansatz genau diesen Weg. Durch die Gabe von lebenden Bakterienpräparaten oder deren Zell- und/oder Stoffwechselbestandteilen werden die Abwehrzellen in ihrer Funktion unterstützt (Anregung von so genannten Fress- und Entzündungszellen, Bildung von Immunglobulinen). 

Darüber hinaus wird das pH–abhängige Schleimhautmilieu normalisiert und ein aktiver, so genannter „Biofilm“ an der Oberfläche gebildet, der die unterschiedlichen Schädlichkeiten abzuwehren oder zu neutralisieren vermag.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Bronchitis

Bronchitis – Was ist das?

Als Bronchitis wird die Entzündung der Bronchialschleimhaut bezeichnet. Die Krankheit kann akut oder chronisch auftreten und wird von Husten und schleimigem Auswurf begleitet. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung einer Bronchitis:

  • Langjähriger Nikotinkonsum
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Inhalation von Reizstoffen (Feinstaub, giftige Gase oder Dämpfe)
Was sind Auslöser für eine akute Bronchitis?

Die akute Bronchitis ist meist Folge einer Erkältung oder Grippe. Eingedrungene Erreger wandern aus den oberen Atemwegen in die Bronchien. Bei einem geschwächten Immunsystem gelangen sie leichter in den Körper und können eine Entzündung in der Bronchialschleimhaut hervorrufen. In seltenen Fällen sind Bakterien die Ursache einer akuten Bronchitis.

Welche Symptome habe ich bei einer akuten Bronchitis?

Die Hauptsymptome einer akuten Bronchitis sind Husten und der Auswurf eines zähen, meist weißlich-grauen Schleims. Sind Bakterien beteiligt, färbt sich der Schleim gelblich-grün.  Die Betroffenen können leichtes Fieber und allgemeine Erkältungssymptome haben:  sie fühlen sich müde und abgeschlagen, haben eventuell einen leichten Schnupfen oder Halsschmerzen.

Wie entsteht eine chronische Bronchitis?

Um von einer chronischen Bronchitis zu sprechen, muss folgendes zutreffen:

  • Husten und Auswurf länger als drei Monate, in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren.
  • Andere Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma bronchiale, Lungenentzündung oder Keuchhusten wurden ausgeschlossen.

Gerade bei Rauchern kommt es häufig zu einer chronischen Bronchitis, da das Rauchen die Bronchialschleimhaut schädigt. Aber auch der berufliche Kontakt mit giftigen Gasen oder Dämpfen kann eine Entzündung der Bronchialschleimhaut auslösen. Aber erst wenn die Bronchitis über einen längeren Zeitraum besteht oder die Entzündung häufig wiederkehrt, wird das Leiden chronisch.

Was sind typische Symptome einer chronischen Bronchitis?

Die chronische Bronchitis hat als Leitsymptom einen starken Husten mit Auswurf von zähem Schleim. Im Gegensatz zur akuten Bronchitis geht es dem Betroffenen gut oder er ist zumindest kaum beeinträchtigt. Oft ist der Husten am Morgen ausgeprägter. Atemnot kommt bei der einfachen chronischen Bronchitis in der Regel nicht vor.

Können Komplikationen während einer Bronchitis auftreten?

Wie in so vielen Fällen sind auch bei der Bronchitis Komplikationen möglich. Kommt es zu einer Zweitinfektion mit Bakterien, kann die Bronchitis einen schwereren Verlauf nehmen. Die Bakterien nisten sich tiefer in das Gewebe ein und können somit weitere Zellen zerstören.

Es gibt zwei Formen der chronischen Bronchitis:

  • die nicht-obstruktive Bronchitis und
  • die obstruktive Bronchitis.

Die nicht-obstruktive Bronchitis ist die einfachere Form. Das heißt, die Atemwege sind nicht verengt. Im Volksmund ist häufig die Rede von einem Raucherhusten.

Der Verlauf einer obstruktiven Bronchitis ist weitaus ungünstiger. Durch die Zerstörung der Zellen produziert die Bronchialschleimhaut mehr Schleim. Das kann die Atemwege verlegen oder verengen und damit die Atmung erschweren. Anfangs kommt es bei körperlicher Aktivität zu Atemnot, später auch in Ruhe.

Wann muss eine Bronchitis behandelt werden?

Eine akute Bronchitis muss im Normalfall nicht behandelt werden. Durch Ruhe und Wärme sollten die Beschwerden und Symptome innerhalb von ein paar Tagen abklingen. Verschlechtert sich allerdings der Allgemeinzustand, sinkt das Fieber nicht oder tritt Atemnot mit Schmerzen im Brustkorb auf, ist ein Arztbesuch dringend erforderlich.

Wie lange dauert eine Bronchitis?

Die Dauer einer Bronchitis lässt sich nicht genau bestimmen, sie hängt von einigen Faktoren ab:

  • Ist die Bronchitis akut oder chronisch?
  • Besteht eine Zweitinfektion mit Bakterien?
  • Ist die chronische Bronchitis weiter fortgeschritten?
  • Raucht der Betroffene?

Im Allgemeinen heilt eine akute Bronchitis innerhalb von zehn Tagen aus. Für Raucher gilt bei einer chronischen Bronchitis: am besten noch heute mit dem Rauchen aufhören. Denn sind die Ursachen ausgeschaltet und ist die Erkrankung behandelt, kann sich die chronische Bronchitis wieder zurückbilden.

Welche Einschränkungen habe ich mit einer akuten Bronchitis im Alltag?

Von sportlichen Aktivitäten ist während einer akuten Bronchitis abzuraten. Die Atmung ist in der akuten Phase deutlich eingeschränkt und eine Verschleppung der Krankheit droht. Eine Bronchitis tritt häufig in den kalten Monaten auf. Währenddessen sind die Bronchialschleimhäute entzündet und kalte Luft kann sie zusätzlich reizen. Bei einer akuten Bronchitis braucht der Körper ausreichend Ruhe und Wärme.